In Flingern entsteht ein Rundweg, der die Geschichte des Stadtteils ab der Mitte des 19. Jahrhunderts nacherzählt. Dies geschieht durch Informationsstelen mit Texten und Illustrationen, die an der jeweiligen Stelle über historisch bedeutsame Ereignisse berichten. Ende September wurde die 22. Stele des historischen FlingerPfads eingeweiht. Die neue Stele kann man am Hellweg/Ecke Bruchstraße finden. Inhaltlich ist sie dem Hellweg und seiner Geschichte gewidmet. Ab 1929 entstanden dort 900 Wohnungen, die von der städtischen „Bürohausgesellschaft mbH“ zur Behebung des damals akuten Wohnungsnotstandes sogenannter „ökonomisch gefährdeter Bevölkerungsschichten“ gebaut wurden.
Die in diesem Siedlungsprojekt entstandenen Mehrfamilienhäuser befinden sich inzwischen im Eigentum der SWD und sind seit 2018 in dieDenkmalliste der Stadt Düsseldorf eingetragen. Auch zu der Geschichte der „Hellwegbande“ und der Not der Menschen im Viertel nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges können Interessierte durch die Stele mehr erfahren.
Installiert wurde die Stele von den Gartenbauerinnen und Gartenbauern der gemeinnützigen Jugendberufshilfe JBH Düsseldorf, finanziert wurde sie durch die SWD. Bei der Einweihung Ende September konnte das FlingerPfad-Team um Anne Menges und Kaspar Michels zahlreiche Interessierte begrüßen, darunter die Bürgermeisterinnen Klaudia Zepuntke und Clara Gerlach, den Bezirksbürgermeister Philipp Schlee und den SWD-Geschäftsführer Klaus Feldhaus.
Die Modernisierung der Wohnungen am Hellweg läuft seit 2020 und wird bis in die zweite Hälfte der 2030er Jahre dauern. Im Rahmen von elf aufeinanderfolgenden Bauabschnitten werden 350 Wohnungen mit 19.300 m2 Wohnfläche modernisiert und an das Fernwärmenetz angeschlossen. Aktuell hat man den dritten Bauabschnitt Hellweg 60-70 mit 36 Wohnungen fertiggestellt und befindet sich am Beginn des vierten Bauabschnitts am Hellweg 48-58 mit ebenfalls 36 Wohnungen. Die veralteten Kleinstwohnungsgrundschnitte aus den späten 1920er Jahren werden in moderne Wohnungsgrundrisse verwandelt, so dass der bezahlbare Wohnraum für kommende Generationen gesichert werden kann. Die denkmalgeschützte Fassade der Häuser im vom "Bauhaus" inspirierten Stil des "Neuen Bauens" und die Atmosphäre der Siedlung wird dabei bewahrt.