Trickbetrügern auf der Spur

Schutz vor Betrug

Betrüger lassen sich immer neue Tricks einfallen, um vor allem ältere Menschen zu bestehlen. Häufig bieten sie zum Beispiel beim Einkaufen ihre Hilfe an und nutzen dann einen kurzen Moment, um Geld oder Wertsachen zu stehlen. Andere geben sich an der Haustür als Polizisten, Bankmitarbeiter oder Handwerker aus und fordern auch hier Geld oder Wertsachen der Mieterinnen und Mieter.

Wichtige Verhaltensregeln zum Schutz vor Betrug:

  • Prüfen Sie vor dem Öffnen der Tür, wer zu Ihnen möchte.
  • Lassen Sie niemanden in die Wohnung, dessen Identität Sie nicht eindeutig kennen. Ausweise immer genau prüfen.
  • Rufen Sie im Zweifel selbst bei der jeweiligen Behörde oder Firma an, suchen Sie die Nummer eigenständig heraus und verwenden Sie keine Nummer, die Ihnen genannt wird.
  • Polizei, Banken und Behörden holen niemals Geld oder Wertsachen bei Ihnen ab.
  • Lassen Sie nur Handwerker hinein, die Sie selbst bestellt haben oder die angekündigt wurden.
  • Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht verstehen.
  • Wechseln Sie kein Geld an der Haustür.
  • Rufen Sie bei verdächtigen Personen sofort die Polizei unter 110 an.
Trickbetrügern auf der Spur

Risiken beim Geldabheben am Geldautomaten

Beobachtung und Ablenkung
Oft werden vor allem ältere Menschen beim Geldabheben beobachtet und anschließend verfolgt. Täter sprechen die Person an, bieten (angebliche) Hilfe an, begleiten sie heimlich oder lenken sie mit einem Gespräch ab, um die Karte oder das Bargeld zu stehlen.

Ausspähen der PIN
Kriminelle schauen Ihnen häufig unauffällig über die Schulter, um die PIN direkt bei der Eingabe abzulesen. Anschließend wird die Karte entwendet oder kopiert. Mit Karte und PIN können Konten schnell leerrgeäumt werden.

Manipulation des Automaten
Trotz moderner Chipkarten und verbesserter Technik lassen sich Geldautomaten manipulieren. Beim sogenannten Cash Trapping verdecken Täter den Ausgabeschacht so, dass das Geld nicht herausfällt. Sobald das Opfer den Automaten verlässt, entfernen die Täter die Abdeckung und nehmen das Geld an sich.

Abgelegene Orte meiden
Automaten in Außenbereichen sind oft unbewacht und können schnell manipuliert werden. Täter können sich gut hinter irgendwelchen Ecken oder im Gebüsch verstecken, Sie beobachten und gegebenfalls ausrauben.

 

Risiken beim Geldabheben  am Geldautomaten

Sicher Geld abheben — Tipps und Verhaltensregeln

  • Umgebung prüfen: Schauen Sie sich um, bevor Sie den Automaten benutzen.
  • Begleitung: Fühlen Sie sich unsicher, bitten Sie jemanden, Sie zu begleiten.
  • Nicht ablenken lassen: Bleiben Sie konzentriert; Ablenkungsmanöver sind ein häufiges Mittel von Dieben.
  • PIN verdeckt eingeben: Decken Sie die Tastatur mit der Hand oder einem Gegenstand ab.
  • Sofort verstauen: Karte, Bargeld und Beleg sofort sicher einstecken; zählen Sie Geld nicht in der Öffentlichkeit.
  • Abstand fordern: Bestehen Sie ruhig, aber bestimmt auf Abstand zu anderen Personen, besonders bei angeblichen Helfern.
  • Auf Manipulationen achten: Wenn die Geldausgabe nicht wie gewohnt funktioniert, bleiben Sie am Automaten und verständigen Sie das Bankpersonal. Bei Auffälligkeiten informieren Sie die Bankmitarbeitenden oder die Polizei.
  • Abbruchtaste nutzen: Drücken Sie bei Bedrängung die Abbruch- bzw. rote X-Taste.
  • Kleinere Beträge: Heben Sie kleinere Summen, zum Beispiel beim Einkauf im Supermarkt ab.
  • Größere Summen: Benötigen Sie größere Beträge, heben Sie diese am besten in Ihrer Bank während der Öffnungszeiten ab.
Geldabheben am Geldautomaten

Weitere Vorsichtsmaßnahmen im Alltag

  • Tageslimit: Legen Sie bei Ihrer Bank ein Tageslimit für Abhebungen fest. Das schützt Sie vor hohen Verlusten, wenn Ihre Karte gestohlen wird.
  • Geheimhaltung: Geben Sie Ihre PIN nie an Dritte weiter und falls Sie diese notieren, bewahren Sie sie getrennt an einem sicheren Ort auf.
  • Wertsachen schützen: Verstauen Sie das Geld sicher an unterschiedlichen Orten, verteilen Sie es zum Beispiel in Ihrer Tasche, in verschlossenen Innentaschen Ihrer Kleidung oder ähnlichem.
Sperrnotruf

Was tun bei Kartenverlust oder -diebstahl?

  • Karte sofort sperren: Lassen Sie die Karte umgehend sperren: auch wenn die Karte vom Automaten eingezogen wurde. Der bundesweite Sperrnotruf lautet 116 116 (aus dem Ausland: +49 116 116).
  • Bank informieren: Suchen Sie, wenn möglich, eine Filiale auf oder rufen Sie Ihre Bank an — sie hilft und kann Karten sperren und ersetzen.
  • KUNO-Sperrung veranlassen: Banken sperren Karten in der Regel nur für PIN-basierte Zahlungen. Mit einer zusätzlichen KUNO-Sperrung wird die Karte auch für zahlungsrelevante Vorgänge mit Unterschrift gesperrt.

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