Zusammen weniger allein

Immer mehr Menschen sind von Einsamkeit betroffen. Nicht zuletzt ältere Menschen, die sich zudem wegen der Corona-Krise kaum noch aus dem Haus trauen. Deshalb hat der Seniorenrat der Landeshauptstadt Düsseldorf mit vielen sozialen Initiativen und Organisationen eine Broschüre erstellt. Es geht darum,

  • älteren Menschen, die sich einsam fühlen, Wege aus ihrer belastenden und bedrückenden Situation aufzuzeigen.
  • darauf aufmerksam zu machen, dass es in Düsseldorf viele tausend Menschen gibt, die – oft unbemerkt – darunter leiden, dass sie niemanden haben, mit dem sie sich austauschen können.
  • Ehrenamtliche zu gewinnen, die sich für den Kontakt mit einsamen Menschen einsetzen.

Die Broschüre ist mit Unterstützung des Amtes für Soziales realisiert worden. Sie wird in der ganzen Stadt verteilt und wurde dafür an viele Organisationen verschickt, wie zum Beispiel an die "zentren plus", Rheintaxi, die Rheinbahn, die Stadtsparkasse, Mahlzeitendienste oder Wohnungsgesellschaften. Auch zahlreiche Arztpraxen haben die Broschüre bereits angefordert.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche: "Einsamkeit ist ein Problem, das ältere Menschen besonders dann betrifft, wenn die Mobilität nachlässt, Bekannte verstorben und Angehörige beruflich stark eingespannt sind und nicht immer präsent sein können. Ich bin dem Seniorenrat sehr dankbar für die Initiative, Wege aus der Einsamkeit aufzuzeigen. Die neue Broschüre benennt viele Ansprechpartner, zu denen Betroffene Kontakt aufnehmen können. Es ist wichtig, über Einsamkeit zu sprechen und das Thema in die Öffentlichkeit zu rücken."

Auf Anregung des Arbeitskreises hat sich auch das Projekt GEM:EINSAM von "hallo-nachbar" und "Herzensgespräche" gebildet, das vor zwei Monaten an den Start gegangen ist. Dort, wie bei allen anderen in der Broschüre genannten Initiativen, sind einsame ältere Menschen willkommen.

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